[Rezension] Rot & Ruin von Jonathan Maberry
25. Januar 2012

| Seiten | 464 |
| Verlag | Simon & Schuster Books For Young Readers |
| ISBN | 9781442402324 |
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Bisher keine Übersetzung |
| Genre | Science Fiction, Horror, Post-Apocalypse |
| Teil einer Reihe | 1 von 3 |
| Das steckt drin | Zombies, Bekämpfung, Veränderung |
| Gekauft bei | The Book Depository |
| Sprachlevel | Low |

In the zombie-infested, post-apocalyptic America where Benny Imura lives, every teenager must find a job by the time they turn fifteen or get their rations cut in half. Benny doesn’t want to apprentice as a zombie hunter with his boring older brother Tom, but he has no choice. He expects a tedious job whacking zoms for cash, but what he gets is a vocation that will teach him what it means to be human.

Vierzehn Jahre ist es her, seit der „First Night.“ Ein Tag, der alles veränderte. Aus den USA wurde Rot & Ruin, ein völlig zerstörtes und verwüstetes Land. Was in der First Night ganz genau passierte, erfährt man zunächst nicht so recht. Ein Virus oder Radioaktive Strahlung vielleicht? Millionen Menschen starben binnen weniger Tage, doch wirklich tot sind sie nicht. Sie vegetieren als Zombies in den Wüsten des einstigen Amerikas vor sich hin, sind hochgefährlich für die wenigen Überlebenden und werden daher von den sogenannten Bounty Hunters aus den Dörfern ferngehalten, gejagt und getötet.
Tom Imura ist ein solcher Bounty Hunter, sogar einer der besten. Sein jüngerer Bruder Benny ist gerade fünfzehn Jahre alt geworden und von ihm wird nun verlangt, dass er sich einen Job sucht, damit er seine Lebensmittelrationen nicht gekürzt bekommt.
Unzählige „Vorstellungsgespräche“ für Jobs, bei denen einer skurriler ist als der andere bringen Benny kein Glück. Doch eines steht für Benny an Anfang an fest: Bounty Hunter, wie sein feiger Bruder Tom will er niemals werden! Dummerweise meint das Schicksal es aber völlig anders mit dem quirligen, oftmals etwas vorlauten Teenager. Benny verlässt gemeinsam mit seinem Bruder zum ersten Mal in seinem Leben die kleine, von einem elektrischen Zaun umgebene Gemeinde, um im Rot & Ruin Zombies zu jagen. Und auch wenn Benny diese Arbeit zu wider ist, erkennt er langsam, dass dieser elektrische Zaun ihn sein ganzes bisheriges Leben womöglich nicht vor Gefahren beschützt, sondern viel mehr wie in einem Käfig gefangen gehalten hat. Die Gefahr lauert nämlich bei weitem nicht nur draußen im Rot & Ruin.
Carina: Ich hatte mir zwar vorher nochmal den Klappentext durchgelesen, aber trotzdem so gar keine Vorstellung, was es da nun Böses neben den Zombie geben würde und hatte daher auch völlig falsche Ideen im Kopf, was so auf mich zukommen würde. Aber das hat es umso interessanter gemacht, nach und nach zu entdecken, wo die wirkliche, neben der von den Zombies ausgehende Gefahr liegt.
Ich war mir zu Beginn des Buches nicht ganz sicher, ob das tatsächlich was für mich ist. Die post-apokalyptische Welt wird ein wenig näher erklärt und man begleitet Benny zu seinen ersten Jobinterviews. Auch wenn der Humor des Autors hier mehrmals ganz deutlich den meinen getroffen hat, war ich doch zunächst etwas überfordert mit den vielen skurrilen Typen und den Jobs, denen sie nachgehen.
Carina: Ich dagegen war ja vorher hundertprozentig davon überzeugt, dass ich das Buch auf jeden Fall mögen würde, weil ich vorher noch ‚The Walking Dead‘ geguckt hatte und schon viel zu genaue Vorstellungen davon hatte, dass das Buch auch so in etwa in der Richtung gehen würde. Das war zwar dann doch ganz anders, aber ich mochte es trotzdem sehr.
Auch meinen Humor hat er ganz genau getroffen. Ich konnte mir vor allem bei den verschiedenen Jobs das Grinsen nicht verkneifen. Etwas, das ich bei einem Buch über Zombies gar nicht erwartet hätte, das mich aber im positiven Sinne überrascht hat.
Nachdem man Benny aber ein wenig besser kennengelernt hat und eine erste Ahnung vom Zustand des einstigen Amerikas hat, findet man doch relativ schnell Zugang zu der Story. Bennys Bruder Tom, der oft mehr wie ein Vater wirkt war da eine große Hilfe; sehr aufrichtig und sympathisch, auch wenn Benny zunächst kein gutes Haar an ihm lässt. Diese etwas durchwachsene Bruderliebe trägt einen durch das erste Drittel des Buches und lässt nur ganz, ganz langsam Spannung aufkommen. Rot & Ruin ist kein Buch, bei dem es Schlag auf Schlag zugeht, bei dem sich die Ereignisse überschlagen. Die wenigen actionreichen Momente muss man daher richtig auskosten, sie kommen dafür aber auch umso unverhoffter und bleiben sehr viel eindringlicher in den Gedanken zurück.
Carina: Gerade weil Benny so einen negativen Eindruck von seinem Bruder hat, konnte ich in Tom nicht gleich auf Anhieb den Sympathischen sehen. Aber die Vaterrolle hatte er für mich auch immer und daher fand ich die Beziehung zwischen den beiden besonders interessant.
Anfangs war ich zwar schwer gelangweilt von der sich ziehenden Handlung, aber ab einer gewissen Stelle hat es dann doch so sehr an Tempo zugelegt, dass ich das Buch gar nicht mehr weg legen wollte.
Ich hatte das Gefühl, der Autor war vor allem darauf bedacht, aufzuzeigen, wie viel Menschlichkeit sich jeder einzelne bewahren kann, wenn von allen Seiten Gefahr für das eigene Leben droht und die geordnete Welt um einen herum aufhört zu existieren. Genau dieser Konflikt wird in jedem einzelnen Charakter im Buch aufgegriffen und jedes Mal verschiedenen interpretiert. Manche Szenen sind schon sehr heftig, gewaltsam und schonungslos, was mich persönlich an der offiziellen Altersangabe des Verlags (ab 12 Jahren) doch schon arg zweifeln ließ. An anderen Stellen merkte man dann aber deutlich, wie Jonathan Maberry bewusst der Beschreibung jener Horror- bzw. Gewaltszenen aus dem Weg gegangen ist.
Carina: Ich mag es ja ab und zu mal ganz gerne, ein paar gewalttätigere Szenen vorgelegt zu bekommen und hatte hier auch auf die ein oder andere gehofft. Aber Jonathan Maberry hat diese wirklich geschickt umgangen, so dass ich nicht das Gefühl hatte, dass sie gefehlt haben. Spannung war dann doch auch ohne genügend vorhanden.
Rot & Ruin ist eine sehr schönes, gut durchdachtes Buch, mit sehr witzigen sowie intelligenten Charakteren versehen. An mehreren Stellen hat sich die Story etwas gezogen, da sehr viel geredet, sehr viel erklärt wurde. Ich bin überzeugt, erst im zweiten Band Dust & Decay wird es richtig zur Sache gehen und auch Actionfans werden dort voll auf ihre Kosten kommen. Eine mehr als solide Grundlage hätte der Autor mit diesem ersten Band der Trilogie allemal geschaffen.

Cover
Story
Charaktere
Einstieg
Perspektive
Schreibstil
Lesefluss
Kapiteleinteilung
Thema
Atmosphäre
Ende

Menschlich.
Zu Carinas Rezension mit meinen Kommentaren geht es hier entlang… KLICK














Ist ja auch mal eine interessante Idee mit dieser Doppelrezension
Find ich gut. wie seid ihr drauf gekommen?
Das Buch hört sich an sich ganz gut an – obwohl Zombies eigentlich nicht so mein Ding sind. Aber ich glaube, dass es aufgrund der anderen Dinge, die du beschreibst, ganz gut sein könnte. Das setz ich wohl mal auf meine Liste.
Die Idee hatten wir schon länger, nur wussten wir bis jetzt nie, wie wir das vernüftig umsetzen sollen
Aber schön, dass es dir gefällt. Ich denke richtig interessant dürfte es dann werden, wenn unsere Meinungen zum Buch mal extrem auseinander gehen ^^
Ich war bei Zombies auch ehr skeptisch, aber die im Buch haben echt nichts mit dieser allgemeinen Vorstellung von diesen “Wesen” zu tun. Es wird immer wieder daraufhin gewiesen, dass es einmal Menschen gewesen sind.
Ich kann das Buch wirklich empfehlen.
ZOMBIES *-* ich liebe Zombies. Und ich möchte das Buch lesen.
Aber dazu müsste es erstmal übersetzt werden.
Schöne Rezi
Über eine deutsche Übersetzung weiß ich leider nichts
Ich glaube, bis jetzt ist da noch nichts geplant…
Das Bild (unten) ist ja cool
Muss mir bei der nächsten Prozenteaktion bei tbd dann auch mal die Variante kaufen^^ Wobei es ja bisher das passende zweite nur als HC gibt -.-
Freu mich auch schon aufs nächste Buch! Wäre ja mal ganz witzig, wenn wir vollkommen unterschiedliche Meinungen hätten
Ich warte auch bis September, da kommt das zweite Buch als PB raus. Das Buch war zwar toll und spannend, aber nicht so sehr, dass ich es jetzt nicht aushalten könnte und sofort weiterlesen muss.
Das Cover ist echt krass xD
Hab für das Foto extra diesen Blickwinkel genommen, damit man sieht, dass das Bild an sich noch lange nicht alles ist
Durch mein erstes erfolgreiches Zombiebuch will ich jetzt auch mehr lesen. Erst habe ich mich ein bisschen gescheut, da ich nicht wirklich gedacht hätte, dass es “interessante” Zombies geben kann
Ich werde das Buch aufjedenfall lesen! (Die hammer Cover der Reihe reichen ja fast aus, um es zu lesen, haha)
Kauf dir auf jeden Fall die PB Version mit dem Jungen drauf. Also wie ich oben. Die ist echt geil ^^